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Ein Sommerabend in Straubing!

Gelebte Bruderschaft im Hause Wenisch

 

Unter dem Motto „Sommerfest in der Residenzstadt“ trafen sich 43 Mitglieder und Gäste der Bavière Orientale bei Maître Rôtisseur Toni Wenisch in Straubing.

Von Anfang an war die Stimmung geprägt von der Wiedersehensfreude und einer lebhaften Kommunikation. Mit drei Amuse bouche durften wir uns auf eine kleine Weltreise begeben, begleitet von einem Ruinart Blanc de Blanc aus der Magnum-Flasche. Schnell erkannten wir dankbar, dass Toni Wenisch uns bewusst am bislang heißesten Tag des Jahres in seinem perfekt klimatisierten und wunderschön dekorierten Restaurant verwöhnen wollte.

Nach einer gewohnt kurzweiligen Begrüßung durch unseren Bailli Karl-Günther Wilfurth, ließ es sich auch Toni Wenisch nicht nehmen, uns willkommen zu heißen.

Er stellte uns nicht nur sein regionales, klassisch-französisches Menü vor, sondern ließ uns vielmehr auch seine Wertschätzung spüren. Ein Chaîne-Abend ist für ihn nicht nur eine Veranstaltung, nein, sie ist eine echte Herzensangelegenheit. Dies wäre nicht nur für den Maître eine Auszeichnung, sondern auch für die einzelnen Mitglieder der schwarzen und weißen Brigade. „Einen Abend für die Chaîne zu gestalten, heißt immer 110 Prozent Leistung zu bringen“ – so sein Statement.

Und dann begann schon unser Geschmacks-Feuerwerk. Der Restaurantleiter, Heiko Hammelmann, und sein Team sorgten mit ihrem aufmerksamen und perfekten Service dafür, dass wir u.a. nie leere Gläser hatten. Apropos Wein – der war vom Feinsten. Auch hier spürte man, dass dieser Abend für Toni Wenisch eine Prestige-Angelegenheit war.

Den Auftakt machte eine auf den Punkt gebeizte Schambacher Lachsforelle, wozu der Weißburgunder von Van Volxem sehr schön harmonierte. Große Einigkeit herrschte bei uns am Tisch, dass die Idee großartig war, den uns zum Gang gereichten Sherry auch schon in der Essenz zu „verkochen“. Richtig französisch wurde es mit dem Seeteufel a l’ancienne, den Geschmack der starken Maille-Senfsauce habe ich heute noch auf der Zunge. Zum Hauptgang „Zweierlei vom Milchkalb“ servierte uns die schwarze Brigade einen Langhe Nebbiolo aus dem Piemont.

Auch unsere Dessertliebhaber kamen dann noch mit dem weißen Champagnermousse im Biskuitmantel auf ihre Kosten, edel begleitet von einer Riesling Auslese Eschendorfer Lump von Horst Sauer.

Unglaublich pünktlich, kurz nach 22.30 Uhr waren wir dann mit unserem Menü fertig. Wer wäre besser für die heutige Menübesprechung gewesen als unser der französischen Küche eng verbundene Vice Chancelier Toni Röhrl? Seine Laudatio war dann auch eine einzige Hommage an den heutigen Abend. Unsere Bailliage durfte einen „Chaîne-Abend der Extra-Klasse, der Vollkommenheit“ erleben. Unser Bailli bedankte sich ebenfalls nochmals bei Toni Wenisch und seinem Team. Das Schlusswort hatte an diesem Abend Gast-Bailli Erhard Kulosa, der sich den Dankesworten mit der Aussage „dass es nicht immer so sei, dass es bei der Chaîne so gutes Essen gibt“ anschloss.

Einige der Gäste ließen den Abend dann noch in aller Ruhe ausklingen.

 

Text: Kirsten Wolff, Vice Chargée de Missions

Fotos: Hartmut Wolff