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Trüffelreise in die Marken 

Eine kulinarische und geschichtliche Reise zu Federico II

 

10.-13. Oktober 2019: Gleich zu Beginn der Exkursion mussten die 34 Teilnehmer, davon 21 aus Berlin-Brandenburg, ein Schweigegelübde ablegen – und das nicht nur gegenüber den Erstreisenden, sondern auch bei späteren Berichten gegenüber anderen Chaîne-Freunden. Die Höchststrafe war Trüffelentzug.

 

Nun steht der Autor vor einem Dilemma, aber Gelübde ist Gelübde, ist doch die gesamte viertägige Reise für die Gäste eine Kombination aus spontanen und geplanten Überraschungen, verbunden mit angekündigten Besichtigungen. Hat sich doch unser Bärenführer Klaus Gérard, Bailli von Haute-Bavière, Bavière Ouest et Munich, diese Region zu seiner zweiten Heimat gewählt und dort viele Freunde gefunden, die auch uns als Freunde empfangen haben.

 

Kulinarisch waren natürlich die Trüffel, die dort das ganze Jahr gesucht und gefunden werden, in Verbindung mit den vielen landestypischen Pasta-Gerichten ein nicht enden wollender Hochgenuss. Die regionalen Weine, der weiße und der rote Verdicchio, waren die hervorragende Begleitung.

Geschichte, Kunst und Kultur durften in dieser Region, einem Teil des ehemaligen römischen Kirchenstaates, auch nicht fehlen. Die Palazzi der weltlichen und geistlichen Würdenträger zeugten ebenso wie die Kirchen von Kunstverständnis, waren aber auch die Schaustellung von Macht und Reichtum. Die kleinen Städte verführten uns zu einer Zeitreise vom Mittelalter bis in die Renaissance.

Federico II (Friedrich II. aus dem Adelsgeschlecht der Staufer), der seinerzeit mächtigste Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation, der besser italienisch und lateinisch denn deutsch sprach, ist schließlich dort in einem Zelt auf dem Marktplatz von Jesi geboren worden.

 

Der kulinarische Höhepunkt - ein Déjeuner im 3-Sterne-Restaurant „Uliassi“, direkt am Strand der Adria gelegen - war dann leider auch schon der Abschluss von vier wunderschönen und erlebnisreichen Tagen. Einen herzlichen Dank für die perfekte Organisation und liebevolle Betreuung durch Bailli Klaus Gérard und an alle Bewohner dieses Kleinods, die wir so aufgeschlossen erleben durften.

 

Text: Franz Hauk, Bailli

Fotos: Sabine Hauk, Officier